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Der regionale Wahlkampf hat begonnen. Was haben uns die Parteien in Waltrop und im Vest zu sagen?

31.07.2009 (0 Kommentare)

Heute sind die Wahlbenachrichtigungen angekommen. Es wird also Zeit, sich mit den Aussagen der einzelnen Parteien auseinander zu setzen. Da wir die "Vertretung der Gemeinde und des Kreises", den Bürgermeister/die Bürgermeisterin sowie den Landrat/die Landrätin wählen, schaue ich mich heute mal um, was die Kandidaten auf ihren Plakaten zu sagen haben.


Als erstes hingen in diesem Jahr die Plakate der SPD in Waltrop. Schlichtweg ein Herz mit dem Schriftzug "Waltrop". Es sah so aus, als hätten wir den gleichen aussagelosen "Heiße-Luft"-Wahlkampf wie bei der Europawahl vor uns, aber inzwischen sind die Plakate um ein paar Aussagen ergänzt. Positiv finde ich hierbei, dass diese auch eine Positionierung zu diesen Themen beinhalten. Für den Landrat wie auch wie für die Bürgermeisterin Anne Heck-Guthe wird nur mit dem Gesicht geworben - außerdem ist mir gerade in der Stadt aufgefallen, dass die Genossen dabei sind, ihre aussagekräftigen Plakate mit denen der Bürgermeisterin zu überkleben.



Auch die CDU hatte zuerst Ihren Bürgermeisterkandidaten (Holger Boehnert) mit dem schlichten Slogan "Waltrop kann mehr" aufgehängt - hier finden wir nun zusätzlich ein paar Themen, die die CDU und Waltrop beschäftigen: Leider ist hier aber keine Positionierung zu den Themen herauszulesen. Die Aussage "Waltrop kann mehr" beinhaltet natürlich sehr viel Platz für Spekulation - ich befürchte, dass hiermit auch gemeint sein kann: "Wir müssen unsere wirtschaftlichen Interessen vor die Sozial- undUmweltinteressen setzen". Der Landratskandidat zeigt uns nur sein Gesicht, sagt aber nicht, was er erreichen will. Schade. In unangenehmer Weise behauptet die CDU dann noch "Genießen Sie Ihren Urlaub. Wir kümmern uns um NRW". Wers meint...


Die Grünen, OV Waltrop gingen direkt mit Themen an den Start: Mehrere verschiedene Plakate (mit teils unbekleideten Kandidaten) und jeweils einem Thema, dass der Grünen Liste wichtig ist. Damit waren die Grünen die ersten, die konkrete Themen angesprochen haben. Auch wenn die Herr- und Frauschaften vor Ort manchmal etwas konfus rüberkommen: Auf jeden Fall haben sie die konkreteste Positionierung in ihrer Wahlwerbung bislang.



Die Linke enttäuscht mit Plakaten, die zwar relevante Aussagen beinhalten, aber keinen regionalen Bezug haben bzw. weder auf Landesebene noch auf regionaler Ebene zu lösen sind. Zum Einen gehen die Aussagen somit am Thema vorbei, zum Anderen macht die Plakatierung den Eindruck, lieblos einige Plakate aus vorigen Kampagnen aufgehanegn zu haben. Lediglich Ihr eigener Bürgermeisterkandidat wird vorgestellt: Allerdings will er seine Positionen auch nicht plakatieren.


Mit einem Plakat ohne Positionen, dafür mit drei Personen, die meinen, dass Waltrop die Liberalen braucht, ist die FDP vertreten. Der Waltroper Aufbruch hängt sich mit seiner Plakatgestaltung stark an die Grünen und mit seinem Slogan "Wir können mehr für Waltrop" an die CDU. Die andere These "Waltrop geht baden" bezieht sich einerseits auf die Badsituation, ist in seiner Doppeldeutigkeit aber genauso doof schwarzmalerisch wie das "Es ist 5 vor 12" der CDU.



Speziell ist der Landratskandidat Udo Surmann: Dieser tritt als Parteiloser mit laminierten DIN A4-Zettelnn an, uns im Land zu vertreten. Dabei setzt er insbesondere auf eine bessere Zusammenarbeit der Gemeinden im Vest. Auf einem Zettel rät er uns, seinen Namen zu googlen: Das Ergebnis sind einige Zeitungsberichte, aber auch recht weit unten seine eigene Webseite und ein interessanter Blogbeitrag über ihn. Auf seiner eigenen Webseite punktet er zwar mit sehr konkreten Lösungsvorschlägen, die aber zum Teil recht utopisch und unausgereift wirken. Auch wenn ich ihn nicht wählen werde: Ich halte ihn durchaus für die integerste Person dieses Wahlkampfes und würde mir wünschen, dass die Parteien einige seiner besseren Ideen übernehmen würden.


Es ist klar: Man kommt natürlich nicht drum herum, sich über die einzelnen Parteien und ihre Positionen zu informieren. Aber das teilweise so wenig Aussage zu finden ist in den Aushängen ist schon traurig. Da kam mir das nebenstehende Plakat schon am aussagekräftigsten und direktesten an. Bleibt nur die Frage: Wer ist Burbaum und wofür kandidiert er?

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